ARBEITSTREFFEN 24. BIS 25.10.2009 IN HARTBERG

Zum 2. Arbeitstreffen in diesem Jahr hat der ÖCB einen „vereinsfremden“ Trainer engagiert: Kurt Schafar – Leistungsrichter, ÖRV Präsident und sehr erfahren was Ausbildung von Hunden, Prüfungsordnungen und alles rund um Hund anbelangt.

Der ÖGV Hartberg stellte uns dafür seine Infrastruktur zur Verfügung. Eine wunderschöne Anlage, ein tolles Vereinshaus mit Kantine und sehr liebe Mitglieder, die sich um unser Wohl kümmerten. Herzlichen Dank an den ÖGV Hartberg und seine „Heinzelfrauen und -männer“, wir haben uns sehr wohl gefühlt bei euch (wir kommen wieder, keine Frage *ggg *).

Für Samstag Vormittag bestellte unser Präsident beim Petrus Nebel und Nieselregen – denn da gabs Theorie. Kurt informierte uns über die Änderungen in der Prüfungsordnung ab 01.01.2010 – speziell Sachkundenachweis und Ablegung der BH-Prüfung. Wäre draußen strahlender Sonnenschein gewesen, wären die noch ausgeruhten Teilnehmer wahrscheinlich unruhig hin und her gerutscht, aber so hat es ideal gepasst. Herr Schafar vermittelte aber in gewohnter Manier selbst trockenen Stoff sehr „saftig“ und verpackte alles sehr interessant, wir lauschten gespannt.

Das Thema des Arbeitstreffens war „Schutzsport“, dazu gehören 3 Disziplinen: Fährte, UO und Schutzdienst.


Am Samstag NM gab es eine Einführung in das Fährten. Grundbaustein des Fährtens, mit der das gesamte Fundament gebaut wird, ist das Fährtenquadrat – genau das wurde uns gezeigt. Jeder kam mit seinem Hund dran, so hatten wir die Möglichkeit viele Hunde zu beobachten. Klein-Chester (Colt Bas Rouges de Lisica) war sich nicht ganz klar, was das soll: so viele Leute stehen rum und gaffen mich an, am Boden ist ein Fleckchen voll mit Futter ... das muss einen Haken haben, das ist zu einfach. Sein großer Mitbewohner Aramis (Fynn vom Weingraben) fand das Fährtenquadrat etwas öd (dafür fand er am nächsten Tag den Schutzdienst klasse) .... wirklich jeder Hund verhielt sich anders. Kurt sagte uns: Ihr seht, es wäre so einfach, wir verlangen vom Hund doch gar nichts ... er soll einfach vom Boden fressen .... und doch ist es für manchen gar nicht so einfach.

Ein Fährtenquadrat hat das Ausmaß von ca. 80 x 80 cm und dort ist Futter eingestreut. Diese kleine Fläche wird fest niedergetrampelt. So lernt der Hund sich quasi von selbst das Fährten. Es gibt natürlich einiges zu beachten und Kurt meinte, man kann schon im Welpenalter damit beginnen und es braucht so ca. 300 Flächenquadrate, bis man weitergehen kann. Nachdem alle Hunde durch waren, traf man sich wieder im Vereinshaus zur Diskussion und gemütlichem Beisammensein. Wir stopften uns noch mit Kastanien und guten Mehlspeisen voll und nach und nach wurde es leer in der Hütte.

Der Sonntag begrüßte uns mit herrlichem Wetter. Strahlender Sonnenschein .... gut gebucht, Herr Präsident.

Am Vormittag stand die Unterordnung am Programm. Kurt erklärte uns die Tischarbeit (nicht vergessen auf die Arbeitskante!!!), überzeugte so manchen Skeptiker vom Einsatz des Clickers, erklärte natürlich auch die Konditionierung und wie hilfreich der Clicker auch als HZ für den HF sein kann.

Auch das Follow Up der Tischarbeit auf der Bank wurde noch besprochen. Futtertreiben war auch eins der Themen. Einige Problembehandlungen gingen sich noch aus und schwupps war es schon wieder Mittag.


Am Nachmittag gabs eine Einführung in den Schutzdienst. Was spielt sich beim Hund ab, wie wird aufgebaut .... das Ergebnis des Schutzsportes soll ein leistungsfähiger, selbst in Aggression und hohen Trieblagen kontrollierbarer Hund sein und nichts anderes. Der Schutzsport hat nichts mit dem Schutztraining der Diensthunde zu tun. Wer wollte, konnte seinen Hund zu einem Einsteigertraining auspacken und natürlich schon erfahrene Hunde konnten vorgeführt werden.

Hier sah man auch wieder wie unterschiedlich die Hunde sind. Aber was mir besonders auffiel war: den Spaß, den Kurt noch immer an dieser Arbeit hat. Da war so ein gewisses Glänzen und Strahlen in seinem Gesicht, besonders wenn auch einer der Hunde sehr „beutegeil“ war. Es war eine Freude dem ganzen Treiben zuzusehen und Hut ab vor Kurt: es war Schwerarbeit, die er da leistete.

Selbst das schönste Training geht einmal zu Ende und so zog auch hier der Abend ins Land. Es gab noch eine Endbesprechung im Vereinshaus. Ich möchte einen Satz frei zitieren, den Kurt Schafar zu uns sagte: Tränen, weil es zum Heulen ist, Ärgernis, Ratlosigkeit, Lampenfieber und Aufregung, himmelhochjauchzend, aber auch Traurigkeit .... all das ist Hundesport.

Unsere Beaucis zeigten, dass sie „Arbeiter“ sind, speziell in der Fährte kann sich unsere Rasse beweisen, einige präsentierten sich auch absolut gut im Schutzdienst. Für einige der Hundeführer war dieses Arbeitstreffen richtungsweisend und manche gingen strahlend nach Hause, weil ein oder mehrere kleine und auch größere Probleme gelöst wurden. Diese zwei Tage waren ein Gewinn für uns Hundeführer ... und somit auch für unsere Hunde.


Abschließend möchten wir Herrn Schafar danken. Er hat sich wirklich Mühe gegeben und nach all diesen Jahren, nach so vielen Hunden und so vielen Anfängern, hat er immer noch die Geduld und den Enthusiasmus uns Greenhorns Wissen zu vermitteln und öffnet seine Schatzkiste mit jahrzehntelanger Erfahrung. Man spürte, dass er mit Herz, Leib und Seele dabei ist ... Herzlichen Dank Kurt Schafar, es war ein tolles Wochenende für uns.
.... und nach 300 Quadraten hoffen wir auf ein eigenes Fährtenseminar mit dir .... aber psst!

Ganz besonders bedanken wollen wir uns bei unserer Vizepräsidentin Ingrid Weißenberger, die den Veranstaltungsort und alles Drumherum organisiert hat und last but not least bei unserem Präsidenten Klaus Kremnitzer, der uns dieses Training ermöglicht hat. Möget ihr uns lange erhalten bleiben!

Teilnehmende Beaucerons:
Aramis (Fynn vom Weingraben)
Chester (Colt Bas Rouges de Lisica)
Nessie (T´Wega Bas Rouges de Lisica)
Aika (Ampere vom Grünen Veltliner)
Cashina vom Weingraben
Fina vom Weingraben
Josephine vom Weingraben
Jara vom Weingraben
Eik King Blackgorge
Only Joy Bas Rouges de Lisica