Zum 2. Arbeitstreffen in diesem Jahr hat der ÖCB
einen „vereinsfremden“ Trainer engagiert:
Kurt Schafar – Leistungsrichter, ÖRV
Präsident und sehr erfahren was Ausbildung
von Hunden, Prüfungsordnungen und alles rund
um Hund anbelangt.
Der ÖGV Hartberg stellte uns dafür seine
Infrastruktur zur Verfügung. Eine wunderschöne
Anlage, ein tolles Vereinshaus mit Kantine und sehr
liebe Mitglieder, die sich um unser Wohl kümmerten.
Herzlichen Dank an den ÖGV Hartberg und seine
„Heinzelfrauen und -männer“, wir
haben uns sehr wohl gefühlt bei euch (wir kommen
wieder, keine Frage *ggg *).
Für Samstag Vormittag bestellte unser Präsident
beim Petrus Nebel und Nieselregen – denn
da gabs Theorie. Kurt informierte uns über
die Änderungen in der Prüfungsordnung
ab 01.01.2010 – speziell Sachkundenachweis
und Ablegung der BH-Prüfung. Wäre draußen
strahlender Sonnenschein gewesen, wären die
noch ausgeruhten Teilnehmer wahrscheinlich unruhig
hin und her gerutscht, aber so hat es ideal gepasst.
Herr Schafar vermittelte aber in gewohnter Manier
selbst trockenen Stoff sehr „saftig“
und verpackte alles sehr interessant, wir lauschten
gespannt.
Das Thema des Arbeitstreffens war „Schutzsport“,
dazu gehören 3 Disziplinen: Fährte,
UO und Schutzdienst.
Am Samstag NM gab es eine Einführung in das
Fährten. Grundbaustein des Fährtens, mit
der das gesamte Fundament gebaut wird, ist das Fährtenquadrat
– genau das wurde uns gezeigt. Jeder kam mit
seinem Hund dran, so hatten wir die Möglichkeit
viele Hunde zu beobachten. Klein-Chester (Colt Bas
Rouges de Lisica) war sich nicht ganz klar, was
das soll: so viele Leute stehen rum und gaffen mich
an, am Boden ist ein Fleckchen voll mit Futter ...
das muss einen Haken haben, das ist zu einfach.
Sein großer Mitbewohner Aramis (Fynn vom Weingraben)
fand das Fährtenquadrat etwas öd (dafür
fand er am nächsten Tag den Schutzdienst klasse)
.... wirklich jeder Hund verhielt sich anders. Kurt
sagte uns: Ihr seht, es wäre so einfach, wir
verlangen vom Hund doch gar nichts ... er soll einfach
vom Boden fressen .... und doch ist es für
manchen gar nicht so einfach.
Ein Fährtenquadrat hat das
Ausmaß von ca. 80 x 80 cm und dort ist Futter
eingestreut. Diese kleine Fläche wird fest
niedergetrampelt. So lernt der Hund sich quasi von
selbst das Fährten. Es gibt natürlich
einiges zu beachten und Kurt meinte, man kann schon
im Welpenalter damit beginnen und es braucht so
ca. 300 Flächenquadrate, bis man weitergehen
kann. Nachdem alle Hunde durch waren, traf man sich
wieder im Vereinshaus zur Diskussion und gemütlichem
Beisammensein. Wir stopften uns noch mit Kastanien
und guten Mehlspeisen voll und nach und nach wurde
es leer in der Hütte.
Der Sonntag begrüßte
uns mit herrlichem Wetter. Strahlender Sonnenschein
.... gut gebucht, Herr Präsident.
Am Vormittag stand die Unterordnung
am Programm. Kurt erklärte uns die Tischarbeit
(nicht vergessen auf die Arbeitskante!!!), überzeugte
so manchen Skeptiker vom Einsatz des Clickers, erklärte
natürlich auch die Konditionierung und wie
hilfreich der Clicker auch als HZ für den HF
sein kann.
Auch das Follow Up der Tischarbeit
auf der Bank wurde noch besprochen. Futtertreiben
war auch eins der Themen. Einige Problembehandlungen
gingen sich noch aus und schwupps war es schon wieder
Mittag.
Am Nachmittag gabs eine Einführung in den Schutzdienst.
Was spielt sich beim Hund ab, wie wird aufgebaut
.... das Ergebnis des Schutzsportes soll ein leistungsfähiger,
selbst in Aggression und hohen Trieblagen kontrollierbarer
Hund sein und nichts anderes. Der Schutzsport hat
nichts mit dem Schutztraining der Diensthunde zu
tun. Wer wollte, konnte seinen Hund zu einem Einsteigertraining
auspacken und natürlich schon erfahrene Hunde
konnten vorgeführt werden.
Hier sah man auch wieder wie unterschiedlich die
Hunde sind. Aber was mir besonders auffiel war:
den Spaß, den Kurt noch immer an dieser Arbeit
hat. Da war so ein gewisses Glänzen und Strahlen
in seinem Gesicht, besonders wenn auch einer der
Hunde sehr „beutegeil“ war. Es war eine
Freude dem ganzen Treiben zuzusehen und Hut ab vor
Kurt: es war Schwerarbeit, die er da leistete.
Selbst das schönste Training
geht einmal zu Ende und so zog auch hier der Abend
ins Land. Es gab noch eine Endbesprechung im Vereinshaus.
Ich möchte einen Satz frei zitieren, den Kurt
Schafar zu uns sagte: Tränen, weil es zum Heulen
ist, Ärgernis, Ratlosigkeit, Lampenfieber und
Aufregung, himmelhochjauchzend, aber auch Traurigkeit
.... all das ist Hundesport.
Unsere Beaucis zeigten, dass sie
„Arbeiter“ sind, speziell in der Fährte
kann sich unsere Rasse beweisen, einige präsentierten
sich auch absolut gut im Schutzdienst. Für
einige der Hundeführer war dieses Arbeitstreffen
richtungsweisend und manche gingen strahlend nach
Hause, weil ein oder mehrere kleine und auch größere
Probleme gelöst wurden. Diese zwei Tage waren
ein Gewinn für uns Hundeführer ... und
somit auch für unsere Hunde.
Abschließend möchten wir Herrn Schafar
danken. Er hat sich wirklich Mühe gegeben
und nach all diesen Jahren, nach so vielen Hunden
und so vielen Anfängern, hat er immer noch
die Geduld und den Enthusiasmus uns Greenhorns
Wissen zu vermitteln und öffnet seine Schatzkiste
mit jahrzehntelanger Erfahrung. Man spürte,
dass er mit Herz, Leib und Seele dabei ist ...
Herzlichen Dank Kurt Schafar, es war ein tolles
Wochenende für uns.
.... und nach 300 Quadraten hoffen wir auf ein
eigenes Fährtenseminar mit dir .... aber
psst!
Ganz besonders bedanken wollen wir uns bei unserer
Vizepräsidentin Ingrid Weißenberger,
die den Veranstaltungsort und alles Drumherum
organisiert hat und last but not least bei unserem
Präsidenten Klaus Kremnitzer, der uns dieses
Training ermöglicht hat. Möget ihr uns
lange erhalten bleiben!
Teilnehmende Beaucerons:
Aramis (Fynn vom Weingraben)
Chester (Colt Bas Rouges de Lisica)
Nessie (T´Wega Bas Rouges de Lisica)
Aika (Ampere vom Grünen Veltliner)
Cashina vom Weingraben
Fina vom Weingraben
Josephine vom Weingraben
Jara vom Weingraben
Eik King Blackgorge
Only Joy Bas Rouges de Lisica