Immer wieder hört
oder liest man, dass der Beauceron kein Hund für
jedermann ist oder kein Anfängerhund, eine schwierige
Rasse usw.
Wir fragen uns dann, was ist ein „Anfängerhund“,
gibt es so was überhaupt? .... wir denken
eigentlich nicht. Egal welche Rasse man sich ins
Haus holt, man sollte vorher über die Eigenschaften,
Eigenheiten und Bedürfnisse dieser Rasse Informationen
einholen und abchecken, ob ein Hund dieser Art
zu mir, zur Familie, zu meinen Lebensumständen
und Maß an Freizeit passt, ob ich dem Hund
und speziell der gewählten Rassen gerecht
werden kann.
Wer sich auf einen französischen Querkopf
einlässt, sollte das auch tun.
Grundsätzlich
sollte man sich bewusst sein, dass ein Beauceron
ein Spätentwickler ist und man ihn nicht zu
Prüfungen „drängen“ soll. Lassen Sie ihm Zeit,
der Erfolg wird es ihnen danken. Die geistige
und auch körperliche Reife erreicht unsere Rasse
mit ca. drei Jahren.
Das heißt aber
wiederum nicht, dass sie ihn bis zu diesem Alter
wild aufwachsen lassen sollen, ohne Regeln, ohne
Arbeit! Die nötige Erziehung, Unterordnung, ganz
wichtig die Sozialisation ... alles ganz im
Rahmen. Es ist das nötige Gleichgewicht zu
finden und der Beauceron kann einem an die
Grenzen des Hundeverständnisses treiben. Er ist
nämlich sehr intelligent und er denkt. Oftmals
wurde er schon als stur bezeichnet, als
uneinsichtig, nicht lernbereit,
Gehorsamsverweigerer .... eben eine schwierige
Rasse ... und genauso oft falsch behandelt und
ihm unrecht getan.
Ein Beauceron
hat oft ein ausgeprägten Schutzinstinkt,
der durch fachgerechte Ausbildung in die
richtigen Bahnen gelenkt werden muss. És gilt speziell zu beachten, wenn man den Beauceron
im Schutzsport führt: Dem Beauceron muss
gelernt werden, dass der Schutzhelfer nicht der
böse Mann ist und der Ärmel das Hindernis
um zu ihm zu gelangen, sondern dass dieser ein
Freund ist, mit dem man toll spielt und es der
Schutzarm ist, den es zu erobern gilt. Sieht nämlich
der Beauceron den Helfer als „bösen
Mann“, wird er sehr ernst und hart arbeiten
(frei zitiert aus dem Artikel von Laila Ooms,
Zeitung
1/2009 ).
Der Beauceron braucht eine starke, konsequente
Führerhand ... die er liebt und der er
vertraut und nicht fürchtet! Ein Beauceron
befolgt keine Befehle, er gehorcht nicht blind,
das liegt nicht in seinem Naturell. Haben sie
jedoch sein Vertrauen gewonnen, wird er ihnen
überall hin folgen, wird er immer versuchen
ihnen zu gefallen, wird er gerne und willig
mit ihnen arbeiten und sollte er einmal verweigern,
dann versuchen sie zu verstehen ... das ist
der Weg zu einer erfolgreichen Partnerschaft
mit ihm.
Wenn Sie sich informiert haben über die
Rasse und sie Ihnen zusagt und zu Ihnen passt,
dann bleibt auch die Frage offen, was werde ich
mit einem Beauceron arbeiten und dass sie das
tun, das empfehlen wir ihnen wärmstens. Es
muss nicht Turniersport sein, es muss nicht viermal
die Woche auf den Trainingsplatz gefahren werden
... aber diese Rasse verlangt nach Beschäftigung,
alles andere wäre nicht „artgerecht“.
Der Beauceron eignet sich
für alle Sparten der Hundeausbildung:
- Agility
- BGH, Obedience
- Fährte
- Mantrailing
- Rettungshund
- Breitensport
- Herdenarbeit (in
Österreich wird das für unsere Rasse leider
nicht angeboten)
- IPO
Sie sind uns jederzeit auf einem unserer Arbeitstreffen
(oder auch anderen Veranstaltungen) willkommen
und können gerne mit uns plaudern. Dort sehen
sie auch die Beaucerons arbeiten, und die Hundeführer
geben sicherlich auch gerne Auskunft.